Bei allen positiven Eigenschaften von Birkenzucker gilt es dennoch zu berücksichtigen, dass Birkenzucker bei Hunden bereits in geringen Dosierungen zum Tode führen kann. Katzen sind nicht betroffen. Dies betrifft auch den Verzehr von Lebensmitteln, die mit Xylit gebacken oder hergestellt wurden. Für uns Menschen ist Birkenzucker weder giftig und dient als Ersatz für Zucker. 

Zwar warnen Vereine, Hundeschulen und Futtershops ausdrücklich vor Xylit aber dennoch passieren Unfälle. Daher auch an dieser Stelle ausdrücklich: Vorsicht bei Birkenzucker im Hundehaushalt. Und auch auf Facebook geistern immer wieder Posts zum Thema herum, während eigentlich jedem Hundebesitzer klar sein sollte, was er füttern darf und was auf keinen Fall auf der Speisekarte steht.

birkenzucker-wirkt tödlich bei Hunden. Vorsichtig!

Mein Hund hat Birkenzucker gefressen – Was muss ich tun?

Sobald man der Meinung ist, dass ein Hund Xylit gefressen oder aufgenommen hat, sollte man sofort zum Tierarzt oder in die Tierklinik fahren, damit der Hund vom Tierarzt behandelt werden kann. Erste Symptome zeigen sich bereits nach wenigen Minuten, daher kommt es auf jede Minute an. Ähnlich wie bei einer Magendrehung ist noch nichts verloren, wenn man nur rasch handelt.

Warum ist Birkenzucker für Hunde gefährlich?

Symptome – Wie erkenne ich, das mein Hund sich mit Birkenzucker vergiftet hat?

Die häufigsten Symptome einer Xylit Vergiftung sind lethargisches Verhalten, Erbrechen, plötzliche Schwächeanfälle und Zusammenbruch durch Kreislaufkollaps. Ausschlaggebend ist das Körpergewicht.

  • Ca. 3 Gramm Xylitol je Kilogramm Körpergewicht sind lebensgefährlich

Die Folgen einer Xylit Vergiftung beim Hund

Die Aufnahme führt im schlimmsten Falle zum Tode durch Hypoglomie. Darunter versteht man den den Abfall des Blutzuckerspiegels bzw. Unterzuckerung. Darin besteht definitiv die größte Gefahr durch Xylit. Bereits das Verschlucken von xylithaltigen Kaugummis kann bei kleinen Hunden gefährlich werden. Leberversagen kann ebenfalls mit der Einnahme einher gehen.

Was kann ich tun, wenn mein Hund Birkenzucker gefressen hat?

Sofort zum Tierarzt oder in die Tierklinik fahren. Vorher anrufen und telefonisch Bescheid geben. Der Tierarzt wird dann medikamentös das Erbrechen einleiten oder eine Infusionstherapie durchführen. Um der Unterzuckerung auf dem Weg zum Tierarzt vorzubeugen, kann man nach Absprache mit dem Arzt gezuckertes Wasser und Traubenzucker verabreichen.

Welche Tiere sind noch betroffen?

Nicht nur Hunde sind betroffen. Auch Kaninchen, Kühe, Ziegen und allgemeiner Nagetiere reagieren heftig auf Xylit. Anders bei Katzen: Katzen können Birkenzucker essen und zeigen keine Auffälligkeiten.

Man kann – Verantwortungsbewusstsein vorausgesetzt – Birkenzucker konsumieren und im eigenen Haushalt aufbewahren. Jedoch sollte sichergestellt werden, dass Hunde keine Möglichkeit haben, an die Produkte, die Xylit enthalten, gelangen können.

Bonbons, Kaugummis und Schokoladen gehören daher nicht auf dem Tisch stehen gelassen sondern gut verstaut. Bestmöglich in einer Höhe, die der Hund nicht erreichen kann, wenn er es doch schafft, die Schranktüren zu öffnen. Das gleiche gilt für Lebensmittel, die mit Xylit hergestellt wurden, zum Beispiel Kuchen. Wenn Stücke überbleiben gehören diese an einen Ort, der für den Hund nicht erreichbar ist.

Wenn kleine Kinder im Haus sind sollten xylithaltige Lebensmittel so aufbewahrt werden, dass sie für Kinder unzugänglich sind. Kinder können die Gefahr für Hunde absolut nicht einschätzen und werden schnell schwach, wenn der Hund lieb und fragend nach dem Stück Kuchen auf dem Tisch schaut.

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